Mühelos Singen · Schwerpunkt: Die Atmung

Deine Stimme darf leichter werden.

Nicht lauter. Nicht kontrollierter. Leichter.

26. September 2027 10:00–13:30 Uhr Borken 80 €

Kennst du das?

Viele Menschen, die gerne singen, kennen diesen Moment. Eigentlich freust du dich auf den ersten Ton. Doch kurz vorher verändert sich etwas, fast unmerklich: Der Atem reicht plötzlich nicht mehr bis zum Ende einer Phrase. Hohe Töne fühlen sich anstrengender an als sonst. Du hast das Gefühl, ständig mehr Luft zu brauchen, als eigentlich da ist.

Vielleicht hast du schon versucht, bewusster zu atmen oder tiefer Luft zu holen. Und manchmal hilft das – für einen Moment. Doch irgendwann merkst du: Es geht nicht nur ums Luftholen.

Es gibt etwas, das schon vorher beginnt – wie dein Körper auf das reagiert, was du gerade tust, denkst oder erwartest. Auch der Atem gewöhnt sich, wie jeder andere Teil deines Körpers, an vieles. Vielleicht beginnt genau dort etwas Neues.

Zwei Hände — Präsenzarbeit, Alexandertechnik
Der Ansatz

Erst die Erfahrung. Dann die Veränderung.

Vielleicht hast du schon vieles ausprobiert. Mehr geübt. Genauer hingehört. Mehr gestützt. Mehr kontrolliert. Und manchmal hat das sogar geholfen – für einen Moment. Doch oft kehrt das vertraute Gefühl zurück. Die Stimme wird enger. Der Hals arbeitet mehr. Irgendetwas scheint wieder festzuhalten.

Nicht, weil dir etwas fehlt. Sondern weil der Körper oft längst etwas tut, das so selbstverständlich geworden ist, dass es kaum noch auffällt.

Vielleicht hebt sich vor jedem Einsatz die Schulter ein wenig. Vielleicht wird der Atem vorsichtiger. Vielleicht wird der Hals enger, noch bevor der erste Ton entsteht. Das sind keine Fehler. Es sind Gewohnheiten – und Gewohnheiten lassen sich selten mit noch mehr Anstrengung verändern.

Deshalb beginnen wir an einem anderen Ort. Nicht zuerst bei der Stimme, sondern bei dem Menschen, der singt.

In diesem Workshop geht es nicht darum, dich zu korrigieren oder dir eine bessere Technik beizubringen. Wir schaffen einen Rahmen, in dem du wahrnehmen kannst, was bisher im Hintergrund passiert. Oft verändert sich dadurch etwas ganz von selbst – du musst dafür nicht mehr tun, nur weniger festhalten.

Wenn der Körper nicht mehr ständig mitarbeiten muss, bekommt die Stimme wieder Raum. Sie muss nicht erkämpft werden. Sie darf entstehen.

Vielleicht erkennst du dich darin wieder

Vielleicht ist dieser Workshop für dich, wenn du deiner Stimme wieder leichter begegnen möchtest – wenn sie sich an manchen Tagen selbstverständlich anfühlt und an anderen plötzlich enger oder anstrengender wird.

Wenn du eigentlich weißt, wie es gehen könnte, dich aber trotzdem manchmal zwischen Wissen und Erleben wiederfindest. Wenn du spürst, dass es dabei nicht nur um die Stimme geht, sondern um den Menschen, der singt.

Dabei spielt es keine Rolle, ob du seit vielen Jahren singst, im Chor, auf der Bühne oder für dich allein – oder gerade erst begonnen hast. Du musst nichts beweisen, nichts vorsingen und nichts können. Neugier genügt.

Der Tag

Vier Schritte.
Kein Leistungsdruck.

Du musst an diesem Tag nichts erreichen. Es genügt, wenn du bereit bist, etwas zu entdecken.

Jeder Workshop verläuft ein wenig anders, weil jede Gruppe andere Fragen und Erfahrungen mitbringt. Trotzdem gibt es einen gemeinsamen Rahmen, der dir Orientierung gibt.

  1. 01

    Ankommen

    Wir beginnen in Ruhe, ohne Vorsingen und ohne Erwartungen. Du lernst die anderen kennen und hast Zeit, erst einmal anzukommen – nicht nur im Raum, sondern auch bei dir selbst.

  2. 02

    Entdecken

    Mit kleinen Übungen, einfachen Bewegungen und gemeinsamen Erfahrungen erforschen wir, wie Körper und Stimme zusammenarbeiten. Nicht als Theorie, sondern so, dass du es unmittelbar selbst erleben kannst.

  3. 03

    Singen

    Wir singen gemeinsam – nicht, um etwas vorzuführen oder perfekt zu machen, sondern um das neu Entdeckte in der Stimme auszuprobieren. Es geht nicht darum, wie schön etwas klingt, sondern wie frei es sich anfühlt.

  4. 04

    Mitnehmen

    Am Ende bleibt Zeit für Fragen, Austausch und einen ruhigen Abschluss. Viele nehmen aus dem Workshop vor allem ein Gefühl mit: dass sich Singen wieder leichter anfühlen kann – und dass sie genau das beim nächsten Mal wiederfinden.

Du musst nichts können

Neugier genügt.

Vielleicht fragst du dich gerade, ob dieser Workshop überhaupt das Richtige für dich ist. Diese Gedanken hören wir fast jedes Mal, wenn sich jemand zum ersten Mal anmeldet. Manche glauben, ihre Stimme sei nicht gut genug. Andere haben Sorge, mit erfahreneren Sänger:innen in einer Gruppe zu sein oder nicht mithalten zu können.

Genau darum geht es an diesem Tag nicht. Du musst nichts vorsingen, nichts beweisen und nichts leisten. Es gibt keinen Vergleich und keine Bewertung. Jede Stimme bringt ihre eigene Geschichte mit – und genau dort beginnen wir.

Ob du im Chor singst, auf der Bühne stehst oder einfach gerne für dich singst: Entscheidend ist nicht, wie viel Erfahrung du mitbringst, sondern ob du neugierig bist, deine Stimme einmal aus einer anderen Perspektive kennenzulernen.

Auf einen Blick
Termin 26. September 2027
Zeit 10:00–13:30 Uhr
Ort Singbüdchen Borken, Wilbecke 6
Gruppe maximal 12 Teilnehmer:innen
Leitung Annika Stegger · Michael & Mareike Klemm
Preis 80 €

Wenn du dabei sein möchtest, freuen wir uns auf dich.

Die Menschen hinter dem Workshop

Drei Perspektiven. Eine gemeinsame Haltung.

Was diesen Workshop besonders macht, ist nicht eine einzelne Methode oder eine einzelne Person. Es ist das Zusammenspiel von drei Menschen, die Stimme und Körper aus unterschiedlichen Blickwinkeln begleiten – und die Überzeugung teilen, dass nachhaltige Veränderung nicht durch mehr Anstrengung entsteht, sondern durch neue Erfahrungen.

Annika Stegger — Sopranistin

Annika Stegger

Annika begleitet Menschen dabei, ihre Stimme zu entdecken und weiterzuentwickeln. Mit ihrer Erfahrung aus Konzert und Unterricht hört sie oft schon sehr früh, wenn eine Stimme beginnt, gegen den eigenen Körper zu arbeiten – manchmal noch bevor Sänger:innen es selbst bemerken.

Sie studierte klassischen Gesang an der Hochschule für Musik und Tanz Köln und setzt ihre Ausbildung derzeit im Master an der Hochschule für Musik und Darstellende Künste Stuttgart fort.

In den Workshop bringt sie vor allem eines mit: ein feines Gespür dafür, wann eine Stimme trägt – und wann sie beginnt, sich selbst im Weg zu stehen.

Michael und Mareike Klemm

Michael & Mareike Klemm

Michael und Mareike begleiten Menschen mit Alexandertechnik dabei, Bewegungs- und Spannungsgewohnheiten neu wahrzunehmen. Sie schaffen einen Raum, in dem Körper und Stimme wieder leichter zusammenarbeiten können – in deinem eigenen Tempo und ohne etwas erreichen zu müssen.

Stimmen
Was uns nach jedem Durchgang wieder überrascht: Wie viele Stimmen am Ende freier klingen – nicht, weil mehr gemacht wurde, sondern weniger.
— Michael & Mareike Klemm
Immer wieder überrascht uns, wie viel sich schon in einem einzigen gemeinsamen Ton verändern kann – selbst wenn der Weg dahin ein sehr persönlicher war.
— Michael & Mareike Klemm

Häufige Fragen

Niemand muss alleine singen oder etwas beweisen. Wir singen gemeinsam, und der Rahmen ist so gestaltet, dass du ausprobieren und beobachten kannst, ohne beurteilt zu werden.

Weder noch. Alles, was wir an diesem Vormittag tun, ist so angelegt, dass du es unmittelbar selbst erleben kannst – ohne Gesangsausbildung, ohne Notenkenntnisse, ohne theoretisches Vorwissen.

Ja. Gerade beim regelmäßigen Singen fällt auf, dass die Stimme an manchen Tagen frei klingt und an anderen deutlich mehr Arbeit braucht. Genau diesen Unterschied schauen wir uns gemeinsam an.

Die Stimme arbeitet nie losgelöst vom restlichen Körper. Schon kleine Veränderungen im Atem, in der Aufmerksamkeit oder in gewohnten Spannungsmustern verändern, wie frei sich das Singen anfühlt. Oft geschieht das so selbstverständlich, dass wir es kaum bemerken. In diesem Workshop lernst du, diese Zusammenhänge genauer wahrzunehmen.

Viele Sänger:innen kennen dieses Gefühl. Oft geht es weniger darum, wie viel Luft vorhanden ist, sondern darum, wie frei der Körper sie beim Singen unterstützen kann.

Ja. Viele Erfahrungen aus dem Workshop lassen sich unmittelbar in den eigenen Singalltag mitnehmen. Oft sind es gerade kleine Veränderungen, die sich später beim Üben oder im Chor bemerkbar machen.

Weil die Stimme nie für sich allein arbeitet. Sie entsteht im Zusammenspiel mit Atem, Bewegung und dem ganzen Körper. Deshalb beginnen wir nicht bei der Technik, sondern bei den Bedingungen, unter denen deine Stimme entstehen darf.

Ein wichtiger Teil unserer Arbeit basiert auf der Alexandertechnik. Wissen musst du darüber nichts, und vorbereiten musst du dich auch nicht. Wir arbeiten mit einfachen, praktischen Erfahrungen, die dir helfen, die Zusammenhänge zwischen Körper, Atem und Stimme selbst zu entdecken.

Wir arbeiten bewusst in einer kleinen Gruppe mit maximal zwölf Teilnehmer:innen. So bleibt genug Zeit für gemeinsames Entdecken, für Fragen und für individuelle Erfahrungen.

Bequeme Kleidung, in der du dich gut bewegen kannst. Alles andere ist vor Ort. Du musst nichts vorbereiten.

Einladung

Vielleicht geht es gar nicht darum, anders zu singen.
Sondern dir selbst beim Singen wieder leichter zu begegnen.

Wenn dich dieser Gedanke anspricht, freuen wir uns darauf, dich kennenzulernen.

26. September 2027 · 10:00–13:30 Uhr · Borken · 80 €

Manchmal genügt eine kleine Rückfrage, um zu merken, ob ein Workshop der richtige Zeitpunkt ist.

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